Alle Wege führen nach Rom, in Handthal hören sie alle auf.

den Satz hab ich geklaut, aus Frankens schönste Weinstuben und Heckenwirtschaften aber es bassd einfach so gut. Nach Handthal führt nur ä Strässle hin (außer man hat en Defender, dann kann mer ah quer durchn Wald fetzn). Aber besonders zum Fressen ist Handthal eine Reise wert. Zumindest der Forellenhof, insoweit simmer uns sicher. Die annderen Lokalitäten müss mer dann wann späder nochamal testen.

"Na da freuste dich scho, wenn die ganze Baggage mitgeht?"

Wir waren am Sonntag mit Karo, Maddin, Eva und Sophie unterwegs, nicht dass es noch heisst, der Blog sei zu subjektiv, wie kann mer denn bitte im Forellenhof kei' Forelle ess und wenn die Oma jetzt nochmal Schweinelende mit Kloß statt Spätzle ordert hör mer auf zu Lesen (kleiner Vorgriff: Alles so bassiert, aber wen wundert des ah noch!).

der Oma schmeckt's
Deswegen also mit der sogenannten "Baggage". Ich freu mich schon aufs nächste Mal, aber jetzt zum Forellenhof:

Reservierung

Zumindest am Sonndach wird in zwei Schichten gfressen: einmal ab 11.30 Uhr und dann ab 13.00 Uhr. Wir ham uns für die spätere entschieden.

Ambiente

Wir sitzen im Panoramazimmer, wo wir die Hirsche noch quickfidel und lebendig (bevor die so saftig auf'm Teller landen) beobachten können und ah nen guten Blick nein Stächerwald nei ham. Am 3D Hirschbild an der Wand scheiden sich die Geister. Aber ziemlich froh sind wir, net hinten im Gang so zamgepfercht auf'm Weg zum Klo hocken zu müssen. Tip: früh genug anrufen und vorne 'en Tisch reservieren!

Man merkt das Weihnachten vor der Tür steht. Überall wedeln uns aus beklebten Bocksbeuteln (des Wahrzeichen des Frankenweins, für alle Auswärtichen) sozusagen Wedel zu, den Weihnachtsstern und Kunstschnee findet man auf der Fensterbank. Geschmaggsach, hat der Aff' gsacht und in die Seiffn gebissen!

Auf der Speissekaddn gibt's Forelle in jeder Variation und Gottseidank ham die Karo und der Maddin voll Bock auf Fisch. Der Forellenhof ist aber auch für die Wildspezialidäden bekannt und nachdem weder die Eva, noch die Oma noch ich auf Fisch Bock haben, gibt's für uns den - man halte sich fest - Hirschbraten mit Dominasauce und Kartoffelkloß, dazu Blaukraut mit Glühweinsauce. Was die Oma bestellt hat, is dem aufmerksamen Blogleser ja eh bekannt.

Aber weil die Eva so auf Leberklöss steht, die bestenfalls net nach Leber schmeggn, dann halt noch a Süpple vorher. Weil wir es uns wert sind!

Leberklösslessuppen im Forellenhof

"Des is die beste Leberklösssuppn, die ich in meim ganzen Leben bisher jemals gschlürft hab", sagt die Leberklösssuppenexperdin.

Die Oma und ich nicken nur. Unser bisheriger Favorit, der Goldene Adler muss sich warm anziehen, da sind wir uns sicher.

Flott geht's weiter mit'm Hauptgang. Obwohl die Bude gerammelt voll is, warten müssmer net. Hervorrachend!

Erstmal kommt der Namensgeber dran. Forelle mit Pilzen gefüllt, dazu Kartoffelsalat.

der Namensgeber aufm Teller. Mit Pilzen im Bauch

Positiv fiel auf: geschmacklich super, aber mer muss halt Bock auf Fisch haben.
Negativ: kein Fischmesser dabei, kein Grätenteller.

"Der Kartoffelkloß is wirklich sehr gut!", bestätigt die Karo kopfnickend.

Sowohl Hirschbraten, Kloß, Blaukraut, Soße, Fleeisch:
klares Prädikat Delikat!

Hirschbraten im Forellenhof mit Domina Soße und Glühwein Blaukraut, Preiselbeeren und Birne

Kann mer net nur scho ma ess, sondern sollte man!
Ich hatt ja noch nie bewusst bzw absichtlich nen Hirsch'n aufn Teller und frag mich schon jetzt: Warum eigentlich? Falsche Vorstellungen vom Geschmagg, klar. Paar Preiselbeeren und 'ne Birne mit Sahnehaube hat sich ah noch verirrt.

Während wir den Hirschbraten in den höchsten Tönen loben und einfach net rauskriegen, warum des Blaukraut so weihnachtlich schmeckt (die nette Bedienung hat dann trotz Stress kurz in der Küche nachfragt, top!), ist die Oma ganz still (gutes Zeichen) und Karo und Maddin mit Grätenziehen beschäftigt.

Und wenn sich der aufmerksame Leser jetzt noch frächt, was denn bitte diese "Sophie" gespeist hat, die nur einmal bisher aufgedaucht ist, dann macht euch kee Sorchn, auch Sie musste net hungrich den Forellenhof verlassen.

Wieder mal ein Spitzentipp. Wir sind sehr glücklich nach Hause gerollt. Und satt war mer auch. Die Eva schleppt beim nächsten mal dann den David mit, um mal a richtige Leberklösssuppn zu probieren. Ob sie wieder durch den Wald anreist, wissen wir aber noch net. Wir wissen nur: Wir kommen wieder!

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